Dienstag, 7. Oktober 2008

Ich habs geschafft

Heute bin ich sieben Tage in Santiago de Compostela, Spanien und ich hab jetzt endlich mal die Ruhe gefunden, einen Blog zu erstellen. juhuuuuu

Ich bin grad vom mercado zurückgekommen mir Spiros, dem Griechen, der uns verbietet Obst und Gemüse aus dem Supermarkt zu kaufen ^^. Da er aber sehr und bisher fast jedesmal kocht darf er ruhig entscheiden^^^^^^^. Nachher werd ich mich aber trotzdem noch kurz in den día schleichen ( ein günstiger supermercado fast bei uns um die Ecke) und noch ein paar Sachen besorgen.

Ich bin wirklich überrascht wie sehr mich das Leben hier von Anfang an vereinahmt. Noch in Deutschland hab ich gedacht, ich würde jeden Tag mit allen telefonieren, regelmäßig Rundmails schreiben und an meinem Blog rumspielen. Aber weit gefehlt. Es gibt so viel zu erleben, zu erkunden, zu erledigen auch, dass ich bisher sehr selten in meinem Zimmer saß und nicht nur kurz auf dem Sprung noch was geholt oder mich umgezogen habe. Irgendwie gefällt mir das. Ständig was mir Leuten zu unternehmen, durch die Gassen schlendern, an jeder Ecke kurz ein paar Lebensmittel einzukaufen, oder einfach vollkommen ziellos durch die wunderschöne Altstadt zu schlendern.

Bald aber fängt leider der Ernst des Lebens an, ich werde genau eine Woche nach meiner Ankuft meines ersten Arbeitstag in Conxo beginnen ( also keine andalusischen Verhältnisse^^). Heute habe ich endlich das Centro kennen gelernt und wurde ziemlich überrascht: Direkt neben dem Centro ist ein altes Monasterio, das jetzt aber einen andern Zweck hat: Eine psychiatrische Anstalt . Die ganzen "locos" bleiben aber nicht einfach in ihrer Anstalt, nein, sie werden als Teil der Gemeinschaft in die Arbeit des Zentrums integriert und lungern überall um und im Zentrum herum, werden mcih also jeden Tag dort begleiten. Das ist ein Gedanke, der mir nicht ganz geheuer ist, wie ich zugeben muss. Laut meinem Koordniator sind sie alle harmlos, doch wie die Kommunikation zwischen ihnen und mir funktionieren soll ist mir noch nicht ganz bewusst. Ich habe also nicht ganz das vorgefunden, was ich erwartet hatte. Dafür werde ich aber immer genügend zu tun haben, wie mir der Leiter des Zentrums versichert, da viele schon lange auf die Ankunft des Freiwilligen warten um endlich ihre Englischkenntnisse aufzubessern. Ich bin gespannt wie das alles ablaufen wird und was letzendlich meine Aufgaben sein werden. ABer ich habe das Gefühl, dass es in Conxo mit einem langsamen behutsamen Start nichts werden wird ^^.

Jetzt muss ich schnell einen Fön holen und mein Kissen föhnen damit es hoffentlich für heute abend wieder trocken ist.

chaoo, besos